Seit vier Tagen ziehe ich zunehmend unleidlich durchs Häuschen. Ich seufze, ich hadere.

Der Liebste fragt besorgt, ob alles in Ordnung ist.

„Ach, ja … Schon …“

Man könnte meinen, dass es die Hitze ist. Aber die ist es nicht, die halte ich diesmal sogar ganz gut aus.

Ich brüte.

Ein neues Manuskript wird nicht einfach angefangen, es wird zuvor ausgiebig bebrütet. Gedanken wälzen, Szenen ausmalen, eine Grundstimmung entwickeln, die dann das Buch mitträgt. Das erfordert Zeit, aber es verlangt kein Papier. Keine groben Skizzen, keine Notizen. Einfach warten, bis irgendwann der richtige Moment gekommen ist und ich mich ans Macbook setze und eine neue Datei öffne.

Den Titel schreibe.

1. Kapitel. Der Cursor blinkt.

Auf geht’s!