Ich lese total gerne Schreibratgeber.

Nach mehr als 40 Romanen in verschiedenen Genres und verschiedenem Umfang weiß ich vielleicht so ungefähr, wie man Romane schreibt. Das hält mich aber nicht davon ab, mich ständig weiterentwickeln zu wollen und damit auch mein Schreiben voranzubringen.

So kam ich auf „meine“ neue Plotmethode, die ich beim nächsten Roman ausprobieren möchte. Drüben bei Facebook habe ich euch ja schon erzählt, dass ich aktuell kleine Entscheidungsfindungsprobleme hatte, welchen Roman ich als nächstes für euch schreibe. Die Entscheidung ist gefallen, und damit beginnt die Arbeit.

Bisher war ich ein absoluter Bauchschreiber. Ich hatte eine ungefähre Idee, setzte mich hin und schrieb los. Das funktionierte ganz fabelhaft! Leider habe ich zuletzt drei Romananfänge einfach nur versemmelt, sie klangen in meinen Ohren so „blöd“, dass ich die Lust daran verlor. Das passiert Bauchschreibern vielleicht häufiger als den peniblen Planern, aber es passierte mir zu oft für das ganze Gedränge an Geschichten in meinem Kopf. Da ich aber auch nicht so richtig der Typ für ausgiebiges Planen bin (und keine Lust habe, 50 oder mehr Seiten Kapitelpläne zu schreiben), habe ich, als ich die Schneeflockenmethode nach Randy Ingermanson entdeckte, ein bisschen jubiliert.

Wobei „entdecken“ zu viel gesagt ist. Ich kenne sie nämlich schon ziemlich lange, ich fand sie nur bisher immer blöd, weil (siehe oben!) ich doch alles aus dem Bauch heraus schreibe. Aber da das zuletzt nicht so gut funktioniert hat, möchte ich mal was Neues probieren.

Und ich möchte auch darüber erzählen, wie das so läuft. Eine Artikelreihe, in loser Folge, in der ich von meinen einzelnen Schritten und Rückschritten berichte.

Denn ich nehme auch nicht jeden Ratschlag an, den ich in irgendwelchen Büchern lese. In einem stand (sinngemäß): Erzähl bloß niemandem, dass du ein Buch schreibst, bis es fertig ist.

Tja. Vorhang auf für meinen nächsten Roman! Er wird der Auftakt einer Reihe sein, die in Boston spielt, und in dieser Reihe dreht sich alles irgendwie um ein kleines Café. Die Idee schwirrt mir schon länger durch den Kopf. Jetzt ist es an der Zeit, sie rauszulassen und mit ihr mindestens 250 prall gefüllte Seiten Unterhaltung. Ich freu mich drauf!