Ah, schlimm! Da habe ich dann plötzlich sehr konzentriert am Roman gearbeitet und darüber ganz vergessen, euch hier über die Entstehung auf dem Laufenden zu halten.

Aber der Reihe nach.

In meinem letzten Beitrag habe ich euch erzählt, wie das ist, wenn’s mal nicht läuft. Wenn man müde und schlapp ist und ein bisschen gut zu sich sein muss, weil man sonst noch müder wird und ein bisschen dran verzweifelt, dass gar nichts läuft.

Okay, dann erzähle ich euch mal, was ich im Dezember gemacht habe: Ich habe den Roman fertig geschrieben!

Und wisst ihr, was dabei mit der Schneeflockenmethode passiert ist?

Nichts.

Die habe ich ignoriert. Den Szenenplan? Hab ich in die Ecke gepfeffert. Nur zwischendurch mal kurz draufgelinst, aber dann schnell gemerkt, dass die besseren Szenen nicht im Plan stehen, sondern in meinem Kopf eine brave Schlange bilden, sodass ich sie nur noch abarbeiten muss. Wichtigste Erkenntnis also: Meine Arbeitsweise ist schon in Ordnung, so wie sie ist.

Zweite Erkenntnis: Man kann sich durchbeißen, auch im tiefsten Winter, im Vorweihnachtsstress, mit Kleinkind, deprimierendem Schmuddelwetter und Winterblues. Das habe ich nämlich gemacht. Jeden. Verdammten. Tag. Geschrieben. Mache ich jetzt übrigens auch noch. Jeden. Verdammten. Tag. Schreiben.

Und was soll ich sagen? Ich wollte den Roman Ende Dezember fertig bekommen. Hat geklappt! Gut 70.000 Wörter habe ich am 31.12. mittags mit dem kleinen Wörtchen „ENDE“ gekrönt. Tada! Und am 1.1. habe ich direkt den nächsten Roman angefangen. Weil nicht schreiben halt nicht funktioniert.

Ist also „durchbeißen“ eine Strategie?

Jein. Ich habe inzwischen über 50 Romane geschrieben. Darum weiß ich, wie weit ich gehen darf, ohne dass ich anfange, totalen Mist zu produzieren. Ich weiß zum Beispiel auch, dass ich am Besten unter Druck arbeite. Manchmal hatte ich zwischendurch grad eine halbe Stunde Zeit, ich teilte diese in 8-Minuten-Portionen ein, machte zwischendrin immer zwei Minuten Pause – und los! Das funktionierte besser als wenn ich mich einfach nur eine halbe Stunde hingesetzt und unmotiviert überlegt hätte, wie ich da jetzt nahtlos anknüpfen kann. Diese kleinen Stolperer im Text bemerke ich ja bei der Überarbeitung.

Die war dann der nächste Schritt. Darüber schreibe ich dann nächstes Mal (schon bald), wenn es darum geht, wie ich das Buch für die Veröffentlichung vorbereite. Übrigens: Ihr könnt es schon vorbestellen. Da steht zwar noch der 15.2., aber ich werde es wohl schon am 25.1. auf euch loslassen können. Hipp, hipp, hurra!