Das Momentum verlieren – Ein Roman entsteht (4)

 

Da bin ich wieder. Heute möchte ich über etwas schreiben, das mir schon länger richtig schwer im Magen liegt. Das mir leider allzu oft passiert. Ich nenne es mal ganz vorsichtig „das Momentum verlieren“. Das ist ein Begriff, der gern in der Football-Berichterstattung verwendet wird, weil da manchmal ein Spiel in kürzester Zeit gedreht werden kann – einfach weil die zurückliegende Mannschaft ein „momentum shift“ erlebt. Sie punkten, erobern kurzfristig den Ball wieder und dann geht dem führenden Team der Arsch auf Grundeis, was dann zu noch mehr Fehlern führt. (Zum Thema Football in Kürze mehr – ich liebe Football!)

Ich war im November also das Team, das ganz bequem vorne lag, sich einmal nicht umschaute und plötzlich droht, das Spiel doch noch zu verlieren. Aufs Schreiben übertragen sah das so aus: Ich startete gut gelaunt in den November. Ich hatte schon einige Kapitel geschrieben und den Roman prima durchgeplottet. Es lief richtig, richtig gut. Ich stellte mir vor, wie ich euch zu Weihnachten was Neues unter den Baum legen würde.

Tja, und dann passierte es.

„Es“ – das Leben. Und so vieles mehr.

Erst mal vollendete ich eine Übersetzung: 

Preis: Hier auf Amazon.de
– und anschließend ging’s sofort mit der Redaktion weiter. Und kaum war die im Kasten, fing ich an, einen Roman zu schreiben, den ich euch in Kürze noch ausgiebig vorstellen werde, denn den schreibe ich für einen Verlag. Kein Problem, dachte ich. Morgens das eine, abends das andere.

Doch ein Problem.

Ich habe nämlich nicht nur diesen Job, den ich von Herzen liebe, sondern auch eine kleine Tochter, einen Mann, einen Haushalt, und von Hobbys will ich gar nicht anfangen. Ich schrieb, ich kämpfte – und dann war da das Ding mit dem Momentum. Wenn man raus ist, ist man raus.

Darum habe ich im November nicht so viel geschafft.

Aber!

Ich habe den „anderen Roman“ geschrieben, und da lief es echt gut. Dafür kann ich mir jetzt nix kaufen, ist mir schon klar. Trotzdem bin ich darüber sehr froh, denn das ist auch wichtig. Und ich habe das kleine Mädchen betreut, das noch nicht in die Kita geht und gerade ein bisschen viel Zuspruch braucht. Auch dafür will ich mir viel Zeit nehmen, klar.

Und dann kam die Sehnenscheidenentzündung, weil ich das kleine Mädchen so viel getragen habe. Dicht gefolgt von einer fiebrigen Erkältung. Und nun sitze ich hier, kaum Stimme, schlapp, der Winter macht mich ein bisschen traurig (mich! Das ausgewiesene Winterkind!) und ich möchte eigentlich nur noch schlafen. Hm.

Den Blick auf meine Verkaufszahlen vermeide ich dieser Tage. Was da monatlich reinkommt, reicht vielleicht für ein Essen im Imbiss. Für zwei, maximal. Das sah auch schon anders aus, und ich frage mich dann insgeheim, ob es überhaupt noch mal anders aussehen wird oder ob ich mich umsonst abstrample. Ich weiß, das sind doofe Gedanken. Aber schreiben nur um des Schreibens willen funktioniert nicht, wenn das Schreiben der Beruf ist. Ich hoffe, ihr versteht diese Gedanken.

Aber ich will auch diesen Roman schreiben. Und die neuen Obsessed-Romane, und, ach ja, erzählte ich von der neuen Reihe, die ich für September/Oktober plane? Das alles *will* ich schreiben, aber ich weiß nicht, ob das so schnell klappt. Oder nein; ich weiß, so schnell wird das nichts. Ihr werdet euch noch ein wenig gedulden müssen.

Ich muss vor allem die Geduld mit mir haben.

Und darauf hoffen, dass ich das Momentum zurückerlange. Dass ich die Kraft wieder habe. Morgen. Heute muss ich nämlich schon ins Bett. Weil Pausen auch wichtig sind. (wichtigste Erkenntnis von allen!)

Ihr Lieben, das ist jetzt ganz schön lang und gar nicht so positiv und fröhlich, wie ich eigentlich sein möchte. Das wird sich vielleicht auch bis Februar nicht ändern. Aber vielleicht habt ihr ein paar Tipps für mich? Nicht, wie ich das Momentum zurückerlangen kann – obwohl, wenn ihr da Tipps habt, nur her damit! – sondern eher: Wie kommt ihr über die dunklen Wochen und Monate? Wie übersteht ihr November, Dezember und Januar, ohne von diesem Dunkel verrückt zu werden?

Die Schneefallgrenze – Ein Roman entsteht (3)

Ich schrieb beim letzten Mal recht begeistert davon, wie simpel es ist, wenn ich mit der Schneeflockenmethode plotte. Das funktionierte für mich hervorragend bis ungefähr zur Mitte dieser Methode. So ab Schritt 6/7 wurde es aber mühsam für mich. Ich erzähle euch mal, warum das so ist und welche Konsequenz für mich daraus erwuchs.

Was gut funktionierte an der Schneeflockenmethode waren die ersten Schritte. Also ein Satz, der die Geschichte umreißt, kleine Charakterstudien, ein ganzer Absatz und so weiter. (Wer mehr über die Methode lesen möchte, dem lege ich diesen informativen Wikieintrag beim dsfo nahe: Schneeflocken-Methode.) Vorher habe ich mich einfach hingesetzt und losgeschrieben, was ja auch sehr gut funktioniert hat, wobei ich mich aber regelmäßig in der Mitte verheddert habe. Was nicht schlimm war, es wurde nur schwieriger, die Geschichte so zu erzählen, wie ich sie erzählen wollte. Vorbereitung ist alles.

Hier schaffte ich also eine Synopsis, ich konnte mir über die Motivation der Figuren klar werden, ich sah vieles schon sehr deutlich vor meinem inneren Auge. Die Finger juckten schon. Dann kam ein Schritt, bei dem man aus fünf Absätzen (ungefähr eine Seite) eine Inhaltsangabe über ca. 4-5 Seiten machen sollte, dicht gefolgt von den Charakterbögen aller Beteiligten.

Uff. Äh, nein. Da habe ich kapituliert. Ich war von so viel Vorarbeit überwältigt, und vielleicht ist das nur logisch, wenn man die ersten zwanzig Jahre seines Schriftstellerlebens nur „from the pants“ (also aus dem Bauch heraus) geschrieben hat. Die Vorstellung, jedes winzigste Fitzelchen meines Romans schon jetzt aus mir herauszukitzeln, bevor ich auch nur einen Satz geschrieben habe, fand ich – vorsichtig formuliert – lähmend. Ermüdend. Wo bleibt da die Spannung beim Schreiben? Wo bleibt der Spaß, die Überraschung?

Ich übersprang also diese beiden Schritte und ging zum Szeneplan weiter. Da schreibt man dann, was in den einzelnen Szenen passiert, und ich merkte, dass mein Roman entweder schwach auf der Brust ist (und dann wäre er nach 200 Seiten schon zu Ende, was ich persönlich ja sehr schade fände!) oder schlicht das Überraschungsmoment der Nebenhandlungen noch in meinem Unterbewusstsein vergraben ist. Jedenfalls kam ich auf knapp 50 Szenen. Die schrieb ich auch brav auf, es dauerte eine ganze Woche, die ich abends damit zubrachte (und leise vor mich hin fluchte, weil ich immer noch keine Ahnung hatte, ob mich das auch nur annähernd zum Ziel bringen wird). Das ist der aktuelle Stand. Ich habe einen Szenenplan, ich habe meine Protagonisten, deren Charakterbögen ich beim Schreiben ausfüllen werde (Haarfarbe, Augenfarbe, usw. – ihr wisst schon!), ich habe einen straffen Zeitplan, der mir wie ein Gummiband vermutlich schon in einer Woche um die Ohren fliegen wird. Ich habe Lust auf dieses Buch und hoffe, dass nicht nur die Lust mitspielt (dank meiner Vorarbeit), sondern auch die Zeit, denn „nebenher“ muss ich ja aktuell noch eine Übersetzung fertig machen. Und danach ein Verlagsbuch schreiben, uff.

Das soll aber nicht vom Wesentlichen ablenken. Ich bin soweit! Ich schreibe bald los! Ist das aufregend oder ist das aufregend? Die Newsletterabonnenten haben schon einen kleinen Ausblick aufs Cover und auf den Titel bekommen – und wenn’s mit dem Schreiben so gut klappt, werde ich euch schon bald einen kleinen Ausblick auf den Inhalt bieten und schnellstmöglich auch eine XXL-Leseprobe. Der Countdown läuft, meine Lieben, und ich bin so aufgeregt!

Erwähnte ich, dass ich aufgeregt bin? Nein? 😉 Ach!

 

Warum ich zu Kindle Unlimited zurückkehre …

So. Das hier ist für einige von euch sicher eine gute Nachricht.

Ob es für mich so ist, wird sich wohl erst im Laufe der Zeit zeigen, und ich lasse euch gern an meinen Erfahrungen teilhaben.

Ab sofort werden alle meine Bücher wieder über Kindle Unlimited verfügbar sein.

Ja, alle.

Für die Tiffany-Jones-Titel trifft das bereits zu, und die Ava-Jordan-Bücher habe ich soeben freigeschaltet.

Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, und ich möchte euch gern erklären, warum das so ist.

Ihr wisst vielleicht, dass ich vom Schreiben lebe. Das heißt im Klartext, dass ich am Ende des Monats auf meine Summe X kommen muss (oder am Ende des Jahres, es gibt ja immer mal gute und schlechte Monate). Wenn ich für einen Verlag einen Roman schreibe, bekomme ich meist ein vorher festgelegtes Garantiehonorar, das mit den Verkäufen verrechnet wird. Dabei bekomme ich einen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentsatz vom Buchpreis. (bei einem Taschenbuch für 10 Euro reden wir von unter einem Euro) Dieses Honorar wird mit der zuvor vereinbarten Garantie verrechnet. Der Verlag übernimmt für mich das Lektorat, die Herstellung (das Buch wird gesetzt, bekommt ein Cover), mit viel Glück auch etwas Werbung und so weiter. Das ist für alle Seiten ein faires Geschäft, und ich liebe jeden meiner Verlage und die Arbeit mit ihnen.

Wenn ich ein Buch selbst herausbringe, sieht die Rechnung etwas anders aus.

Für ein Buch, das die Leserin 2,99 € als e-Book kostet, bekomme ich 1,75 € ausbezahlt. Wenn ich es für eine Werbeaktion unter 2,99 € verkaufe, bekomme ich deutlich weniger prozentual (nämlich nur die Hälfte); ein E-Book, das ich für 99 Cent verkaufe, bringt mir 29 Cent. Darum widerstrebt es mir immer, Preisaktionen zu machen; ich kann gerne in Kürze mehr dazu schreiben.

Ich verstehe aber (selbst bekennende Vielleserin) jede Vielleserin und Bücherverschlingerin, die nicht jedes Buch für 2,99 € kaufen kann, weil sie jeden Tag ein Buch liest, das Geld nicht auf der Straße liegt und man mit der Option Kindle Unlimited wirklich unglaublich viele Bücher pro Monat für die 10 Euro Gebühr lesen kann. Das ist für Bücherfresserinnen einfach toll! Mein Honorar ist dann allerdings etwas anders: ich bekomme pro gelesene Seite einen Betrag, den Amazon jeden Monat neu festlegt. Aktuell sind das ca. 0,3 Cent. Bei einem Buch von 300 Seiten Dicke sind das 90 Cent. Das ist deutlich weniger als die 1,75 € fürs gekaufte E-Book. Aber: es ist mehr als nichts.

Und ich denke eben, dass ich viele Kundinnen gar nicht erreiche, wenn ich nicht in Kindle Unlimited bin. Ich möchte so gern so viele wie möglich erreichen. Auch jene, die eben nicht jedes E-Book kaufen können oder wollen.

Auf der anderen Seite stehen die Ausgaben, die ich bei jedem einzelnen Buch habe, das ich herausbringe. Ich schreibe es. Ich überarbeite es. Das ist schon viel Zeit, die ich investiere. Und dann übernehme ich das, was sonst die Verlage für mich übernehmen. Das heißt im Klartext: Ich suche einen Grafiker, der für mich das Cover erstellt, sowohl für das e-Book als auch für das Taschenbuch. Ich habe zwei hingebungsvolle Korrektorinnen an der Hand, die auch nicht kostenlos arbeiten sollen, denn sie leisten eine wertvolle Arbeit für mich und das Buch. Ich mache etwas Werbung für das Buch, bei Facebook und auch auf anderen Seiten. Mein Traum wäre, wenn sich auch jemand um die Formatierung kümmern würde, denn im Moment mache ich das noch selber, und so richtig zufrieden bin ich damit nicht.

Das läppert sich, bis ich am Ende knapp fünfhundert Euro investiert habe, bevor auch nur eine Leserin mein Buch auf ihr Lesegerät heruntergeladen oder bestellt hat. Ich möchte jetzt auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass ich jammere! Ich mache das, weil ich meine Geschichten liebe. Weil ich sie gern erzähle. Weil ich mir nichts anderes vorstellen kann, als sie zu erzählen. Darum gehe ich dieses Risiko ein.

Denn ein bisschen ist es ein Risiko. Werde ich genug Bücher verkaufen, damit es sich lohnt? Gehe ich von dem Rechenbeispiel oben aus, müssten über 280 Bücher verkauft werden, bevor ich meine Kosten wieder drin habe. Oder über 550 ausgeliehen und komplett gelesen werden. Schaffe ich das beim nächsten Buch? Und beim übernächsten auch? Wächst meine Leserschaft?

Und bevor ihr jetzt fragt, warum ich dann doch in Kindle Unlimited gehe, wenn es dort weniger Geld gibt: es gibt mehr Leser. Meine Hoffnung ist also, dass der Verlust an Reichweite über andere Shops (denn dann werde ich nicht mehr bei Thalia & Co. gelistet sein) durch die Ausleihen wettgemacht wird.

Meine Leserinnen bei Thalia & Co. können auch weiterhin meine Bücher lesen, das ist mir sehr wichtig! Dazu werde ich in Kürze noch einen Blogeintrag mit Schritt-für-Schritt-Anleitung schreiben.

Und nun wünsche ich euch viel Spaß mit New Harbor und Obsessed, wenn ihr sie noch nicht kennt.

Übrigens: ich freue mich immer sehr, von euch zu hören – per Mail, über Facebook oder wenn ihr eine Rezension zu meinen Büchern schreibt. Danke!

Die Schneeflockenmethode – Ein Roman entsteht (2)

Normalerweise schreibe ich einen Roman so: Ich habe eine Idee, kaue darauf in Gedanken ein paar Tage bis Wochen herum und setze mich dann eines Tages (oder Nachts) hin, öffne ein neues Dokument im Schreibprogramm und lege los.

Tja.

Da das die letzten drei Male eher desaströs endete, muss etwas Neues her. Nicht, weil ich meinem Bauchschreiber nicht vertraue. Der ist immer noch da und macht tolle Arbeit. Ich glaube aber, dieser Bauchschreiber braucht aktuell einfach Unterstützung, denn seit ich nicht mehr so selig und frei über meine Zeit verfügen kann wie früher, ist gerade die Schreibzeit rar gesät. Und manchmal kommt man auch ein paar Tage gar nicht zum Schreiben. Das ist per se schon blöd, aber als Bauchschreiber, die davon leben, einen ersten Entwurf in einem Rutsch zu schreiben, ist es doppelt blöd, denn im Alltagsgeschäft zwischen Windelwechsel, Kleinkind ins Bett legen, Haushalt und Paarzeit verliert man viel zu leicht den aktuellen Roman aus dem Blick. Hat man dann mal eine halbe Stunde zum Schreiben, braucht man mindestens 35 Minuten, um wieder in den Text reinzukommen. Ihr seht mein Dilemma?

Weil ich aber die Extremplanermethode, wie sie zum Beispiel Autoren wie Robert Ludlum anwenden (100 Seiten Szenen entwerfen, bevor man anfängt zu schreiben?! Help!) auch nicht so prickelnd finde, musste ein Zwischending her. Und da ist die Schneeflockenmethode für mich ideal, und zwar in zweierlei Hinsicht.

Erstens: Man fängt mit einer Idee an. Einer klar umrissenen, kurzen Idee.

Das kommt mir deshalb entgegen, weil ich oft genau diese Ideen habe. Zum Beispiel: Eine Weihnachtsgeschichte schreiben, die in New Harbor spielt (die kommt übrigens nicht diesen Herbst, so sorry!). Okay, bei der Schneeflockenmethode macht man das etwas anders. Man schreibt einen Satz im Stile von „ein Mann kommt in die Stadt und schießt (und danach sind alle tot)“, es wird also der Fokus auf die Hauptperson gelegt, die etwas Bestimmtes tut, und dann resultiert etwas daraus oder passiert.

Aus diesem Satz entwickelt man dann in insgesamt 10 Schritten seinen Plot und seine Charaktere. Und zwar parallel. Im Schritt 2 geht es darum, aus dem einen Satz einen Absatz zu machen, der die dramatische Struktur der Geschichte berücksichtigt. Das ist für mich schon eine Herausforderung, denn bisher wusste ich immer, wo Anfang und Ende der Geschichte sind, und was dazwischen lag, war ein diffuser Nebel voller aufregender Entwicklungen (auch für mich). Aber hier muss ich mich schon zu meiner Geschichte bekennen und erste Schwerpunkte setzen.

Im dritten Schritt beschäftigt man sich mit den wichtigsten Figuren des Romans. Bei meinem aktuellen Projekt sind es bisher drei, es könnten aber auch mehr werden, ich weiß es noch nicht so genau. Denn das ist der Clou bei dieser Methode: ich kann auch zurückgehen und etwas ändern. Kann ich natürlich auch, wenn ich den Roman schreibe, aber habt ihr schon mal versucht, nach 300 Seiten einen Roman umzuschreiben? Es klingt sehr viel beängstigender als einen Satz und einen Absatz über fünf Sätze neu zu bearbeiten. Und es ist beängstigender. Und entmutigend, ehrlich gesagt.

Ich arbeite mich also durch die einzelnen Schritte der Schneeflocken und hoffe, ich habe am Ende alle zehn brav absolviert und dann einen Kapitelplan vorliegen, der mir ein zügiges Schreiben der Rohfassung erlaubt. Inzwischen habe ich Schritt 5 erreicht. Ich hinke (natürlich!) meinem Zeitplan hinterher, weil ich zwei Tage krank war, weil ein Abgabetermin plötzlich noch viel dringlicher ist als ich intern abgespeichert hatte, und überhaupt. Aber das macht nix. Anders als bei einem Roman verzeiht die Schneeflockenmethode das.

Beim Romanschreiben kommt man nämlich ohne Plan echt schnell vom Weg ab. Vor allem, wenn man sich mal zwei, drei Tage Pause gönnt. Und ehrlich gesagt – mit einem quirligen Kleinkind und Haushalt und Partner (und Freunde hat man ja auch noch …) ist die Schreibzeit rar gesät. Ich würde so gern mehr machen.

Aber davon dann beim nächsten Mal mehr. Dann berichte ich auch, wie’s mir mit den Schneeflocken ergangen ist. Bis dahin könnt ihr euch ja schon mal auf Elise* und Leo* freuen.

* keine Ahnung, ob die Namen bleiben. Aber sie klingen doch hübsch, oder?

Kickoff: Ein Roman entsteht. (1)

Ich lese total gerne Schreibratgeber.

Nach mehr als 40 Romanen in verschiedenen Genres und verschiedenem Umfang weiß ich vielleicht so ungefähr, wie man Romane schreibt. Das hält mich aber nicht davon ab, mich ständig weiterentwickeln zu wollen und damit auch mein Schreiben voranzubringen.

So kam ich auf „meine“ neue Plotmethode, die ich beim nächsten Roman ausprobieren möchte. Drüben bei Facebook habe ich euch ja schon erzählt, dass ich aktuell kleine Entscheidungsfindungsprobleme hatte, welchen Roman ich als nächstes für euch schreibe. Die Entscheidung ist gefallen, und damit beginnt die Arbeit.

Bisher war ich ein absoluter Bauchschreiber. Ich hatte eine ungefähre Idee, setzte mich hin und schrieb los. Das funktionierte ganz fabelhaft! Leider habe ich zuletzt drei Romananfänge einfach nur versemmelt, sie klangen in meinen Ohren so „blöd“, dass ich die Lust daran verlor. Das passiert Bauchschreibern vielleicht häufiger als den peniblen Planern, aber es passierte mir zu oft für das ganze Gedränge an Geschichten in meinem Kopf. Da ich aber auch nicht so richtig der Typ für ausgiebiges Planen bin (und keine Lust habe, 50 oder mehr Seiten Kapitelpläne zu schreiben), habe ich, als ich die Schneeflockenmethode nach Randy Ingermanson entdeckte, ein bisschen jubiliert.

Wobei „entdecken“ zu viel gesagt ist. Ich kenne sie nämlich schon ziemlich lange, ich fand sie nur bisher immer blöd, weil (siehe oben!) ich doch alles aus dem Bauch heraus schreibe. Aber da das zuletzt nicht so gut funktioniert hat, möchte ich mal was Neues probieren.

Und ich möchte auch darüber erzählen, wie das so läuft. Eine Artikelreihe, in loser Folge, in der ich von meinen einzelnen Schritten und Rückschritten berichte.

Denn ich nehme auch nicht jeden Ratschlag an, den ich in irgendwelchen Büchern lese. In einem stand (sinngemäß): Erzähl bloß niemandem, dass du ein Buch schreibst, bis es fertig ist.

Tja. Vorhang auf für meinen nächsten Roman! Er wird der Auftakt einer Reihe sein, die in Boston spielt, und in dieser Reihe dreht sich alles irgendwie um ein kleines Café. Die Idee schwirrt mir schon länger durch den Kopf. Jetzt ist es an der Zeit, sie rauszulassen und mit ihr mindestens 250 prall gefüllte Seiten Unterhaltung. Ich freu mich drauf!

Der Neuanfang.

Wo soll ich anfangen? Dieses Blog lag brach, die ganze Webseite mit ihr, während ich schrieb wie ein Derwisch und ein Baby zur Welt brachte. Und dann schrieb ich weiter wie ein Derwisch, während das Baby in meinen Armen lag. Das Baby wuchs heran, es forderte mehr Mama ein, und ich gab ihm alles, was ich geben konnte. Das Geld wurde nicht direkt knapp (der Mann hat ja auch einen Job), aber ich hab immer mein eigenes Geld verdient, das war mir stets wichtig. Darum nahm ich ein paar Übersetzungsaufträge an, die mich neben dem Baby vom Schreiben abhielten. Aus dem Baby wurde ein freches, fröhliches Kleinkind, aus einer Übersetzung wurden vier, meine Agentin brachte ein Buchbaby bei einem Verlag unter (darüber kann ich sicher bald mehr erzählen!), und nun stehe ich hier. Anderthalb Jahre später.

Es ist ja ohnehin immer nur ein Versuchen.

Aber jetzt versuche ich es wieder. Und ich würde mich so sehr freuen, wenn ihr mich begleitet – hier, bei Facebook, vielleicht auch bei Instagram, denn ich habe so viele Ideen! Die Webseite möchte ich überarbeiten (lassen), ich möchte euch viel darüber erzählen, wie das so ist für mich als Schriftstellerin. Und ich werde wieder Romane schreiben. Tiffany Jones steht quasi in den Startlöchern, für Ava Jordan hatte ich schon vorher sooo viele Ideen.

Begleitet ihr mich ein Stück? Ich freu mich drauf!

Taschenbücher (vor)bestellen

Ich habe heute Früh oben den Reiter „Bücher bestellen“ für euch überarbeitet. Ihr könnt jetzt bereits die Taschenbücher für Obsessed 1-3 und den zweiten New-Harbor-Roman „Ein Regenbogen im Winter“ vorbestellen.

Verführung – Obsessed 1 kommt in den nächsten Tagen in alle Onlineshops und wird dann auch von mir direktEin Regenbogen im Winter Ebook versendet. Die beiden Nachfolgebände Hingabe (2) und Schmerz (3) sind ab April beziehungsweise Mai erhältlich.

Ebenfalls im April kommt Ein Regenbogen im Winter als E-Book und als Taschenbuch zu euch – freut euch auf Hannah mit all ihren Verrücktheiten! Kleiner Vorgeschmack gefällig? Voilà – dies ist das offizielle E-Book-Cover.

 

Fragen an Ava (1)*

Miri fragt:

Was wolltest du mal werden? Oder stand immer fest: „Ich werde Autorin.“?

Darüber musste ich jetzt etwas länger nachdenken. Geht ja gut los!

Aber wenn ich ehrlich bin, war dieses „ich werde Schriftstellerin!“ schon früh bei mir angelegt. Ich war als Kind eine Geschichtenerzählerin, und wenn mir mein Umfeld nicht zuhören wollte oder konnte (was ich verstehen kann, wer will das schon bei einem kleinen Wasserfall wie mir?), habe ich mir selbst diese Geschichten erzählt. Meine liebsten Hausaufgaben waren immer die freien Aufsätze. Als wir in der 2. Klasse einen Aufsatz über eine Schatzsuche schreiben sollten, erfand ich den kurzsichtigen, aber dennoch gefährlichen Kraken Paul, der einen Goldschatz in einem versenkten Piratenschiff bewachte. Die Geschichte war fünfeinhalb DIN A4-Seiten lang.

Vielleicht nahm es da seinen Anfang.

Natürlich kam mit elf, zwölf noch die übliche Verirrung hinzu – Tierärztin! Da ich aber kein Blut sehen kann und es auch Tiere gibt, die mir Respekt einflößen, war das dann irgendwie auch nur eine Schnapsidee unter vielen.

In der Oberstufe, als sich alle so langsam Gedanken darüber machten, was sie nach dem Abitur machen wollten, war ich in meinem Entschluss gefestigt. Auf jeden Fall was mit Büchern, idealerweise selbst schreiben. Zum Glück habe ich kluge Eltern, die mir damals erstmal nahelegten, eine Ausbildung zu machen. So wurde ich Buchhändlerin. Das Schreiben aber blieb, es wurde immer mehr, und ich begann auch, Manuskripte an Verlage zu schicken, die mein geniales Talent komischerweise nicht auf Anhieb erkannten (was übrigens normal ist, unter uns). Der Durchbruch kam mit Ende zwanzig, als ich meinen ersten historischen Krimi schrieb, meine Agentin kennenlernte und sich die Verlage um das Manuskript rissen. (Ja, wirklich!)

Mein Mann, den ich schon kurz vor dem Abitur kennenlernte, sagte später oft, er habe es toll gefunden, wie sicher ich damals schon gewusst habe, was ich will.

Und heute? Will ich es immer noch und immer wieder. Geschichten erzählen. Mehr nicht. Wenn ihr sie gerne lest, wenn ich euch in diese Fantasiewelten entführen kann, ist das der schönste Job der Welt!

* Über Facebook habe ich euch gebeten, mir Fragen zu stellen – über das Schreiben, das Leben und all das dazwischen. Diese Fragen werde ich nach und nach hier im Blog beantworten. Falls du auch Fragen hast, stell sie einfach in den Kommentaren oder schreib mir über Facebook oder das Kontaktformular.

Verführung (Obsessed 1) ist da

ObsessedIch freu mich und hüpfe hier ein bisschen aufgeregt auf und ab, weil das E-Book nicht nur draußen ist, sondern ihr mich in den letzten zwei Tagen mit positivem Feedback überschwemmt habt – danke, danke, danke!

Ich will auch gar nicht lang drumherum reden – hier geht’s direkt zum E-Book. Das Printbuch folgt in Kürze, es kriegt ein superschönes Cover und ich melde mich hier, sobald es in den Onlineshops und beim Buchhändler um die Ecke erhältlich ist.

Und bevor ihr fragt – Teil 2 und 3 erscheinen im April bzw. Mai 2016.